Wie funktioniert eine Bürgschaft?

Wer ist die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg?

Die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg GmbH (BG) ist die Bürgschaftsbank der Freien und Hansestadt Hamburg.

Die Hauptaufgabe der BG ist es, dem mittelständischen Unternehmer, Freiberufler und Existenzgründer dann unter die Arme zu greifen und Risiken auf mehrere Schultern zu verteilen, wenn der Hausbank ausreichende Sicherheiten nicht zur Verfügung stehen. In einem solchen Fall übernimmt die BG Ausfallbürgschaften bis zu maximal 80 % der Darlehenssumme und maximal 1,25 Mio. Euro.

Gefördert werden alle betriebswirtschaftlich sinnvollen Vorhaben wie z.B. Investitionen von Geschäfts- und Betriebserweiterungen, Betriebsverlagerungen, Finanzierungen von Betriebsmitteln, Bereitstellung von Avalen für Anzahlungen, Vertragserfüllungen und Gewährleistungen sowie Existenzgründungen.

Was ist eine Bürgschaft?

Die Bürgschaft ist ein Vertragsverhältnis, durch das sich ein Bürge verpflichtet, dem Gläubiger gegenüber für die Erfüllung der Verbindlichkeiten eines Dritten einzustehen. Sofern keine selbstschuldnerische Bürgschaft vorliegt, kann der Bürge verlangen, dass der Gläubiger zunächst gegen den Hauptschuldner klagt (Einrede der Vorausklage). Bei einer selbstschuldnerischen Bürgschaft hat ein Bürge dieses Recht nicht. Der Bürge ist sofort zur Zahlung verpflichtet, wenn der Hauptschuldner bei Fälligkeit die verbürgte Verbindlichkeit nicht bezahlt.

Wer kann eine Bürgschaft bekommen?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach der Definition der EU, Freiberufler oder Existenzgründer, denen aufgrund fehlender Sicherheiten kein oder kein ausreichender Kredit gewährt wird, sofern es sich um ein betriebswirtschaftlich sinnvolles Vorhaben handeln. Dazu muss das Unternehmen in der Freien und Hansestadt Hamburg ansässig sein, oder ein wesentlicher Arbeitsplatzeffekt für Hamburg dargestellt werden können.

Wie und wo kann eine Bürgschaft beantragen werden?
Der „Weg zur BG“ ist einfach und unkompliziert. Der Wunsch nach einer Bürgschaft kann formlos vom Unternehmer gegenüber seiner Hausbank geäußert werden. Der Antragsweg läuft grundsätzlich über die Hausbank. Eine Bürgschaft ohne Hausbank ist nicht möglich. 
Können mehrere Bürgschaften beantragen werden?
Grundsätzlich ist es möglich mehrere Bürgschaften zu beantragen. Der Bürgschaftshöchstbetrag je Kreditnehmereinheit darf 1,25 Mio. Euro jedoch nicht überschreiten.
Welche Kreditarten kann die BG verbürgen?
Die BG bietet Ausfallbürgschaften sowohl für Hausbankkredite als auch für Förderdarlehen der KfW oder der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg). Die Verbürgung von Kontokorrentkrediten, Leasingfinanzierungen und Avalkrediten ist ebenfalls möglich.
Wer übernimmt welchen Risikoanteil?
Die BG trägt das Ausfallrisiko gegenüber der Hausbank bis max. 80 Prozent des Kreditbetrags; mindestens 20 Prozent  des Kreditrisikos verbleiben bei der Bank.

Die von der Bürgschaftsgemeinschaft übernommenen Risiken werden in einem Haftungsverbund an zwei starke Partner teilweise weitergegeben: Durch eine globale Rückbürgschaftserklärung der Freien und Hansestadt Hamburg und eine Rückbürgschaftserklärung des Bundes reduziert sich das Eigenrisiko der BG.

Welche Vorteile bietet die Einbindung der BG in eine Finanzierungsaufstellung?
Durch die Einbindung der BG in eine Finanzierungsaufstellung verringert sich das Kreditausfallrisiko der Hausbank. Die Chance auf eine gewünschte Kreditzusage erhöht sich, auch wenn das Unternehmen keine oder keine ausreichenden Kreditsicherheiten besitzt.

Die BG ist wettbewerbsneutral, arbeitet nicht gewinnorientiert und fokussiert keinen Branchenschwerpunkt. Unsere Firmenkundenbetreuer weisen daher umfangreiche Finanzierungserfahrungen vor und unterstützen gern mit ihrem Know how bei der Kreditentscheidung.

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