Hamburg-Kredit Liquidität

Kleinen und mittleren Unternehmen sowie gemeinnützigen Organisationen, die durch die Corona-Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind, eröffnet die BG gemeinsam mit der IFB Hamburg mit dem Hamburg-Kredit Liquidität (HKL) neue Spielräume.

Der Hamburg-Kredit Liquidität wird von der IFB Hamburg in Kooperation mit der BG gewährt und im Hausbankenverfahren vergeben.

Bei kleinen und mittleren Unternehmen, Selbstständigen und Angehörigen der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten (Summe der Vollzeitäquivalente) übernimmt die BG im Modul A eine 90 %ige Ausfallbürgschaft und bei Sozialunternehmen, gemeinnützigen oder Non-Profit-Organisationen sowie entsprechenden Vereinen im Modul B eine 100%ige Ausfallbürgschaft.

Zielkunden KreditverwendungRahmenbedingungenLaufzeit & KostenAntragDownloads

Modul A (KMU)

  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) nach der Definition der EU
  • Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe
  • Existenzgründer bis drei Jahre nach Gründung

mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent).

Modul B (NPO)

  • Sozialunternehmen, gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sowie entsprechende Vereine

Ausgeschlossen sind:

  • Unternehmen, die am 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren, gemäß Art. 2 Nr. 18 AGVO. Abweichend davon können im Modul A (KMU) Beihilfen für kleine Unternehmen und Kleinstunternehmen im Sinne des Anhangs I der AGVO gewährt werden, die sich am 31.12.2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, sofern diese Unternehmen nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens nach nationalem Recht sind und sie weder Rettungsbeihilfen noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • Unternehmen und Vereine im Modul A (KMU), die die KMU-Kriterien gemäß Anhang 1 der AGVO nicht erfüllen.
  • Kreditinstitute und Finanzintermediäre.
  • Unternehmen, die einer Rückforderungsanordnung aufgrund eines früheren Beschlusses der Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen sind.
  • öffentliche Unternehmen und politische Parteien sowie nicht rechtsfähige Organisationen bzw. –einheiten.
  • Unternehmen und Sozialunternehmen, die zum Stichtag 31.12.2019 im Sinne der MaRisk in der Intensivbetreuung waren oder als Sanierungsfall betreut wurden.

Weitere Ausschlüsse im Modul B (NPO): siehe Förderrichtlinien; beispielsweise  schließt die IFB/KfW bestimmte Vorhaben generell von einer Finanzierung aus oder gibt einzuhaltende Bedingungen vor (siehe Ausschlussliste und Sektorleitlinien der KfW Bankengruppe, diese gilt hier dann auch für dieses Programm in diesem Modul)

Das zinsgünstige Darlehen „Hamburg-Kredit Liquidität“ soll helfen, Liquiditätsengpässe zu überbrücken, die unmittelbar auf die sogenannte COVID-19-Krise zurückzuführen sind und kann eingesetzt werden für die Finanzierung von, zum Beispiel:

  • Betriebsmitteln
  • Investitionen

Die Darlehenshöhe liegt bei mindestens 20.000 € und maximal 250.000 €. Sozialunternehmen, gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sowie entsprechende Vereine können im Modul B (NPO) bis zu 800.000 € im Verbund beantragen.

  • Das Unternehmen ist in der Freien und Hansestadt Hamburg ansässig, oder ein wesentlicher Arbeitsplatzeffekt für Hamburg kann dargestellt werden.
  • Der Antragsteller muss zum 31.12.2019 geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufgewiesen haben. Waren und Dienstleistungen müssen bereits vor dem 01.12.2019 am Markt angeboten worden sein.
  • Modul B (NPO): Die gemeinnützige Organisation oder Non-Profit-Organisation wurde am bzw. vor dem 01.01.2019 gegründet.

Die Antragsberechtigung im Modul A (KMU) umfasst kleine und mittlere Unternehmen, Selbstständige und Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent). Für Existenzgründungen, die bis zu drei Jahre bestehen und die teilweise nur geringe Umsätze ausweisen können, wird als ergänzende Alternative zur umsatzbezogenen Darlehenshöhe eine pauschale Darlehensmöglichkeit von bis zu 50.000,00 € vorgesehen.

Die Antragsberechtigung im Modul B (NPO) umfasst Sozialunternehmen, gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sowie entsprechende Vereine (NPO). NPO sind unabhängig von der Mitarbeiterzahl  antragsberechtigt, sofern sie am Markt tätig sind, ihre Kosten auf absehbare Zeit selbst decken, zu Gunsten ihres gesellschaftlich nachhaltigen Zwecks ihre Gewinnverteilung begrenzen und unabhängig von staatlichen Trägern und rein gewinnorientierten Unternehmen agieren.

Für die Annahme einer positiven Fortführungsprognose muss der Antragssteller zum 31.12.2019 geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufgewiesen haben, in der Lage sein, das zur Abdeckung der Krise aufzunehmende Darlehen zu tragen und bei einer sich normalisierenden wirtschaftlichen Gesamtsituation eine Perspektive für seinen Fortbestand haben.

Für beide Module ist ein vereinfachtes Prüfverfahren bei BG und IFB vorgesehen. Hierfür muss die Hausbank im Antragsverfahren einige Bestätigungen abgeben. Gleiches gilt für Bestätigungen des Kreditnehmers. Aufgrund von Rückfragen unserer Bankpartner haben wir hier einen Auszug der erforderlichen Bestätigungen der Hausbank dargestellt. Bitte beachten Sie auch die Musteranträge (Modul A (KMU)  &  Modul B (NPO)) unter Downloads.

  • Einwandfreies Kontoverhalten des Darlehensnehmers und geordnete wirtschaftliche Verhältnisse zum 31.12.2019.
  • Darlehensnehmer wurde zum Stichtag 31.12.2019 im Sinne der MaRisk weder in der Intensivbetreuung noch als Sanierungsfall geführt.
  • Keine Kenntnis von ungeregelten Zahlungsrückständen des Darlehensnehmers im Zeitraum vom 31.12.2019 bis zum Beginn der Corona-Krise (Stichtag 29.02.2020).
  • Der Darlehensnehmer ist unter Zugrundelegung seiner wirtschaftlichen Verhältnisse zum 31.12.2019 in der Lage, das zur Abdeckung der Krise aufzunehmende Darlehen zu tragen und hat eine Perspektive für seinen Fortbestand.
  • Der Darlehensnehmer ist zum Stichtag 31.12.2019 kein Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU Definition gemäß Art. 2 Nr. 18 (Verordnung (EU) Nr. 651/2014). Modul A (KMU): Abweichend davon können Beihilfen für kleine und Kleinstunternehmen im Sinne des Anhangs I der AGVO gewährt werden, die sich am 31.12.2019 bereits in Schwierigkeiten befanden, sofern diese Unternehmen nicht Gegenstand eines Insolvenzverfahrens nach nationalem Recht sind und sie weder Rettungsbeihilfen noch Umstrukturierungsbeihilfen erhalten haben.
  • Es liegen keine Negativmerkmale vor.
  • Durchführung der Identifizierung gemäß GWG.
  • Die Sicherheiten orientieren sich an der Leistungsfähigkeit des Darlehensnehmers und sind angemessen. Bei Kapitalgesellschaften ist eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Gesellschafter in Höhe von mindestens 20 % des Kreditbetrages verpflichtend. Ausnahmen im Modul B (NPO) vorhanden.
  • Mindestens 20.000,– € und maximal 250.000,–€ (max. 25 % des Jahresumsatzes 2019 bemessen am Liquiditätsengpass); bei NPO bis zu maximal € 800.000,– € Kriterien zur Ermittlung der Darlehenshöhe gemäß Förderrichtlinien
  • Laufzeit: 10 Jahre mit einer fünfjährigen Zinsbindungsfrist
  • Tilgungsfrei: 4 Jahre bzw. 2 Jahre bei NPO
  • Tilgung: Vierteljährlich
  • Der Darlehenszins in Höhe von 1,00 % p. a. ist für fünf Jahre festgeschrieben
  • Sämtliche Entgelte sind in den Zinskonditionen enthalten –  ggf. jedoch zzgl. Bereitstellungsprovision in Höhe von 1,80 % p. a. (nur Modul A), die beginnend zwei Bankarbeitstage und vier Wochen nach Zusagedatum für das noch nicht ausgezahlte Darlehen anfällt
  • Rechtzeitig vor Auslauf der Zinsbindungsfrist wird durch die IFB ein neues Zinsangebot zu den dann gültigen Konditionen gemacht
  • Vollrückzahlung während der Laufzeit oder jährliche Sondertilgung i.H.v. mind. 5.000,– €
  • Der Darlehensbetrag wird zu 100% ausgezahlt und in einer Summe abgerufen

Beihilferegime:

Darlehen der IFB Hamburg werden als Kleinbeihilfe mit Bürgschaft und Zinsvergünstigung vergeben. Der maximal beantragbare Darlehensbetrag kann sich durch zuvor gewährte Fördermaßnahmen und in Abhängigkeit des letzten Ratings der Hausbank reduzieren.

  • Der Kunde nimmt Kontakt zur Hausbank und seinem Bankberater auf.
  • Für Modul A (KMU) stellt die Hausbank einen Antrag über das eAntragsverfahren der BG mit banküblichen Unterlagen: Jahresabschluss per 31.12.2018, Jahresabschluss per 31.12.2019 (ersatzweise BWA inkl. SuSa), aktuelle Selbstauskunft, Kleinbeihilfeerklärung, Schufaerklärung bei Existenzgründern
  • Für Model B (NPO) stellt die Hausbank einen Antrag über das eAntragsverfahren der BG mit banküblichen Unterlagen: Jahresabschluss per 31.12.2018, Jahresabschluss per 31.12.2019 (ersatzweise BWA inkl. SuSa), aktuelle Selbstauskunft, Kleinbeihilfeerklärung, Vereinsregisterauszug bei Vereinen, Nachweis Körperschaftssteuerbefreiung, ggf. Herleitung des Kreditinstitutes zur positiven Fortführungsprognose (bei Kreditantrag > T€ 250), Erläuterung der Hausbank, sofern keine Besicherung des Darlehens erfolgt
  • Die BG prüft den Antrag und teilt dem Kunden, dem Kreditinstitut und der IFB das Ergebnis mit.
  • Bei Bürgschaftsübernahme prüft die IFB im Anschluss die Refinanzierung und informiert das Kreditinstitut.
  • Kreditvertrag zwischen Kunde und Kreditinstitut kann geschlossen werden.
  • Mittel können abgerufen und ausgezahlt werden.

Nutzen Sie gern unsere Downloadfunktion für erforderliche Dokumente und ausführlichere Produktinformationen:

Erforderliche Dokumente für das beantragende Unternehmen:

Allgemeine Informationen:

Ansprechpartner

Haben Sie Fragen? Gern stehen Ihnen unsere Firmenkundenbetreuer auch telefonisch zur Verfügung oder informieren Sie sich über unsere

Hotline 040 – 611 700 100.

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