Agrar-Bürgschaft

Seit Oktober 2015 gibt es in Deutschland ein eigenständiges bundesweites Bürgschaftsangebot für Agrarbetriebe. Unterstützt werden die Bürgschaftsbanken dabei durch eine Rückbürgschaft des Europäischen Sozialfonds (EIF).

Nach einer erfolgreich verlaufenden Pilotphase, in der bundesweit bis Ende 2018 Bürgschaften mit einem Volumen von mehr als 40 Mio. Euro vergeben wurden, wurde das Programm um drei Jahre verlängert. Bis zum 31.03.2022 stehen weitere 60 Mio. Euro Bürgschaftsvolumen für die Begleitung von Investitions- und Betriebsmittelfinanzierungen sowie Existenzgründungen bereit.

Neben Förderdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank können nunmehr auch eigene Mittel der Hausbank (Darlehen, Kontokorrentkredite) verbürgt werden.

Zielkunden KreditverwendungRahmenbedingungenLaufzeit & KostenAntragDownloads

Zielkunden sind insbesondere Wachstums- und Pachtbetriebe sowie Hofnachfolger und Existenzgründer aus

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Nicht gewerblichen Gartenbaus (z. B. Baumschulen)
  • Aquakultur und Fischwirtschaft
  • Vorhaben von Agrarbetrieben in den Bereichen Ernährungswirtschaft, erneuerbare Energien sowie ländliche Entwicklung

Verbürgungsfähig sind Programmdarlehen der Landwirtschaftlichen Rentenbank sowie Hausbankmittel, die für die Finanzierung von Investitionen, Betriebsmittel oder Anteilsfinanzierungen von Existenzgründungen gewährt werden, wie zum Beispiel:

  • Aus- und Umbauten
  • Neuinvestitionen, Ersatzbedarf und Modernisierungen/Rationalisierungen
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und Emissionsminderung
  • Investitionen zur Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen
  • Erwerb eines Agrarbetriebes
  • Erwerb von Gesellschaftsanteilen an einem bestehenden Unternehmen der Agrarbranche
  • Nachfolgeregelungen
  • Anlauf- und Markteinführungskosten für neue Geschäftsfelder
  • Betriebsmittelfinanzierungen

Agrar-Bürgschaft 50:

  • Maximaler Verbürgungsgrad: 50 %
  • Maximaler Bürgschaftsbetrag: 750.000 €
  • Maximaler Finanzmittelbetrag: 1.500.000 €

Agrar-Bürgschaft 70:

  • Maximaler Verbürgungsgrad: 70 %
  • Maximaler Bürgschaftsbetrag: 750.000 €
  • Maximaler Finanzmittelbetrag: 1.071.000 €
  • Es handelt sich sind ein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) nach der Definition der EU, oder um eine Existenzgründung.
  • Das Unternehmen ist in der Freien und Hansestadt Hamburg ansässig, oder ein wesentlicher Arbeitsplatzeffekt für Hamburg kann dargestellt werden.
  • Es handelt sich um ein betriebswirtschaftlich sinnvolles Vorhaben.

Ausgeschlossen sind:
Umschuldungen, Sanierungsvorhaben sowie Kapitalanlageobjekte.

  • Laufzeit: entsprechend der Darlehens-/Kreditlaufzeit, max. 10 Jahre
  • Einmaliges Bearbeitungsentgelt: keins
  • Laufende Bürgschaftsprovision: ab 0,5 % p.a.
  • Die Höhe richtet sich nach dem risikogerechten Zinssystem (RGZS) der Landwirtschaftlichen Rentenbank und kann unter www.agrar-buergschaft.de eingesehen werden.
  • Bürgschaftswünsche können formlos an die Hausbanken gerichtet werden.
  • Die Antragstellung erfolgt, unter Beiziehung banküblicher Unterlagen, grundsätzlich über die Hausbank.
  • Antragsweg läuft ausschließlich digital via Internet.
  • Entsprechenden Online-Antrag finden Sie unter agrar-buergschaft.de .

Ausführliche Produktinformationen finden Sie unter www.agrar-buergschaft.de

Ansprechpartner

Gern stehen wir Ihnen für ein persönliches Gespräch zur Verfügung. Wenden Sie sich an unseren Produktspezialisten, Cord Wiegels:

Cord Wiegels
Telefon: +49 40 611 700 33
E-Mail: c.wiegels@bg-hamburg.de

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