Ziesel Deutschland GmbH

Steile Kurven und matschige Schlammlöcher, Hügel aus Sand und Kies, Schikanen aus Reifen und Paletten – der 650 m lange Offroad-Parcours des ZIESEL PARK HAMBURG an der Umfahrung Versmannstraße im Baakenhafen lädt zum Austoben ein. Mithilfe einer BG-Ausfallbürgschaft und des Hamburg-Kredit Gründung und Nachfolge haben Matthias Onken und Jan Schierhorn ein spektakuläres Inklusionsprojekt realisiert, das künftig auch in anderen Städten für Furore sorgen soll.

Jan Schierhorn und Matthias Onken

Die Geschäftsidee entstand im Februar 2014, als der Marketing-Experte und Social Entrepreneur Jan Schierhorn im Skiurlaub auf den ZIESEL aufmerksam geworden war. Ihm war klar: Damit lässt sich Geld verdienen! Frisch inspiriert tat er sich mit Matthias Onken zusammen. Der frühere Chefredakteur („Hamburger Morgenpost (MoPo)“, „Bild Hamburg“) und Kommunikationsberater hatte zufällig gerade im TV bei „Schlag den Raab“ eine Wettfahrt mit den elektronisch angetriebenen Raupenfahrzeugen gesehen. Gemeinsam entwickelten sie ein Konzept, wählten für den ersten ZIESEL PARK weltweit das 9.000 qm große Gelände in der Hafencity aus und holten als weitere Gesellschafter Container-Unternehmer Ian Karan, Event-Veranstalter Uwe Bergmann sowie die Tiroler Ziesel-Herstellerfirma Mattro Mobility Revolutions an Bord. Ihr anfänglicher Investitionsbedarf: rund 500.000 Euro. Die Hausbank von Onken und Schierhorn machte dann auf die BG aufmerksam. „Sie war unser Korrektiv für Konzept und Finanzierung“, konstatiert Onken. Dass die BG nach einer mehrstündigen Fragerunde ihr Okay gab, „hat uns bestätigt“.

Wichtig ist den Start-Up-Unternehmern, dass es sich um ein Inklusionsprojekt handelt. Ein Drittel der saisonabhängig bis zu 20 Mitarbeiter ist behindert, die Anlage barrierefrei. Onken: „Bei uns werden Menschen mit und ohne Handicap gleich behandelt.“ So mancher Rollstuhlfahrer komme mit dem Joystick-gesteuerten ZIESEL – „dem einzigen barrierefreien Sportgerät mit elektrischem Hochleistungsantrieb für Spaß und Freiheitsgefühl in der Natur“ – besonders gut klar. Das 35 km/h schnelle und 24 PS starke Fahrzeug mit Vollgummi-Deltaraupen wurde zwar für den ganzjährigen Einsatz im Gelände entwickelt, den ZIESEL unter den extremen Bedingungen eines Outdoor- Freizeitparks aber stabil zu konfigurieren, sei „die größte Herausforderung“.

Zehn Fahrzeuge sind im ZIESEL PARK HAMBURG im Einsatz. Eine 15-Minuten-Fahrt mit dem futuristischen Gefährt kostet 19,90 Euro. Das Motto: Remmi Demmi in der Hafencity! Rund 10.000 Gäste wurden in den ersten sechs Monaten gezählt. Wenn das Konzept dauerhaft funktioniert, wollen Onken und Schierhorn es in anderen Metropolen auf innerstädtischen Brachen duplizieren. Onken: „Wir verkaufen die Fahrzeuge. Gewerbliche Kunden dürfen sie gegen eine Lizenzgebühr im Parcours- oder Tourenbetrieb kapitalisieren.“

Ziesel Deutschland GmbH im Web: www.zieselparkhamburg.de

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