Yandalux GmbH

Um die Qualität seines neu entwickelten Systems zur Montage von Solarmodulen zu begutachten, klettert Fode Youssouf Minthe auch mal aufs Dach. Die meiste Zeit aber entwirft und berechnet er am Computer individuelle Lösungen für Photovoltaikanlagen. Der 42-jährige Elektronik-Ingenieur und seine Ehefrau Annette profitieren mit ihrer Firma YANDALUX GmbH vom weltweiten Wachstum der Solarbranche.

Der gebürtige Malier Fode Youssouf Minthe kam 1990 als Stipendiat nach Deutschland. Zwischen 1997 bis 2004 sammelte er bei einigen großen Solarunternehmen Branchenkenntnisse. Gemeinsam mit seiner Frau wagte Fode Youssouf Minthe im Mai 2004 den Sprung in die Selbstständigkeit. Anfangs überwog der Handel mit Solarkomponenten, später wurden Planungs- und Engineering-Dienstleistungen sowie der Bau schlüsselfertiger Solaranlagen ins Firmenportfolio aufgenommen. „Als relativ kleines Unternehmen können wir flexibel auf Trends und Änderungen reagieren und Nischen besetzen“, sagt der Gründer und Geschäftsführer.
2009 übernahm die BG für YANDALUX eine Bürgschaft für die Betriebsmittelfinanzierung, weil die Lieferanten der Anlagenkomponenten Vorkasse oder Garantien verlangen. „Je größer die Projekte werden, desto höher ist der Vorfinanzierungsaufwand“, betont Annette Wichers-Minthe, die als Diplom-Verwaltungswissenschaftlerin in der Firma für das „Kleingedruckte” verantwortlich ist, wie sie sagt.
YANDALUX ist international aufgestellt: Das größte bisherige Projekt der Harburger war eine 5,8 Megawatt-Freiland-Anlage mit einem Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro in Spanien. „Dafür haben wir die gesamten Planungsleistungen erbracht und den Investor bei seinen Verhandlungen mit dem Generalunternehmer beraten“, sagt Fode Youssouf Minthe.
Rund 90 Prozent ihres Umsatzes macht die Firma mit 10 Hamburger Mitarbeitern in Deutschland und Europa, davon die Hälfte alleine in Frankreich, und die restlichen 10 Prozent in Afrika. Dieses Verhältnis könne sich in den nächsten Jahren umdrehen: „Die Märkte in Europa sind subventioniert und vor allem politisch getrieben, die in Afrika dagegen sind Bedarfsmärkte. Solarenergie ist in vielen ländlichen Gebieten die einzige Möglichkeit, Strom zu erzeugen.“
www.yandalux.com
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