MEC Container Safety Systems GmbH

Im Hamburger Hafen liegt ein Containerschiff zur Abfertigung. 4.000 Stahlbehälter werden an Bord gehievt. Laschstangen, Spannschrauben und Twistlocks, mit denen die Container untereinander verbunden werden, sorgen für Ladungssicherheit. Entwickelt, gefertigt und geliefert hat diese Komponenten die Hamburger Firma MEC Container Safety Systems GmbH. 2013 holte Geschäftsführer Matthias Horstmann mit Unterstützung der BG die zehn Jahre vorher verkaufte Mehrheit der Gesellschaftsanteile nach Hamburg zurück.

Matthias Horstmann ist in der Branche ein „alter Hase“. Der gelernte Reederei- und Schifffahrtskaufmann gründete 1988 in Hamburg die MEC Marine Equipment & Consulting GmbH, die Ladungssicherungskomponenten für die Schifffahrt vertrieb. Das Startkapital bestand aus Eigengeld aus der Familie und einem Kredit der Hausbank. Die Geschäftsidee schlug ein, das Unternehmen wuchs. 2004 übernahm eine Unternehmensgruppe aus Nordrhein-Westfalen die Mehrheit. 2013 kaufte er die Anteile zurück an die Elbe und firmierte sein Unternehmen um in MEC Container Safety Systems GmbH. Das Finanzierungspaket wurde von der Hausbank geschnürt. Horstmanns Renommee war exzellent, die finanziellen Sicherheiten aber reichten nicht ganz. Darum wurde die BG mit an Bord geholt. Deren 60-prozentige Ausfallbürgschaft war ein wichtiger Bestandteil der Finanzierung und, so Horstmann, „der Grundstein dafür, dass unsere Firma aus Nordrhein-Westfalen nach Hamburg zurückgekommen ist.“Heute bietet das Unternehmen aus den Altonaer Kühnehöfen Reedereien und Werften aus Asien, USA und Europa rund 250 verschiedene Produkte, die den Transport von Containern über die Meere sicherer machen. Zwei der fünf Konkurrenten in der obersten Liga der Branche sitzen ebenfalls in Deutschland. MEC liefert rund 2.000 Tonnen Laschmaterial pro Jahr aus. „Unsere großen Stärken sind das Design und das Engineering“, sagt Horstmann. Dazu gehören auch statische Lösungen. Mit den 3D-Konstruktionsprogrammen und Finite-Elemente-Berechnungen, mit denen MEC arbeitet, habe MEC „die Weichen für die Zukunft gestellt“, so Horstmann. Sein Unternehmen verstehe sich als Systemlieferant, als Partner in Sachen Container- Sicherheit, von dem der Kunde „alles aus einer Hand made in Hamburg bekommt“.

Neben der ausgezeichneten technischen Expertise gehören die Innovationskraft – MEC hat auch Befestigungskomponenten für RoRo-Schiffe entwickelt – und die Service-Orientiertheit zu den Trümpfen der Firma. Die beschäftigt acht Mitarbeiter, Tendenz steigend. Vernetzt sind die Altonaer weltweit. 2016 hat sich das Unternehmen durch Lloyd´s Register zertifizieren lassen. Horstmann: „Das ist im Wettbewerb ein zusätzliches Ass, das wir jetzt im Ärmel haben.“

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