Klangmanufaktur

Es ist ein magischer Moment. Manchmal sagt ein Ton mehr als 1000 Worte. Und dieser Ton klingt so hell, offen und klar, dass man den Eindruck gewinnt, er komme direkt aus dem Himmel. Nachhaltiger kann man nicht verdeutlichen worum es geht: Tuning von Steinway-Flügeln.

Der den Ton angeschlagen hat, heißt Oliver Greinus. Was sein Unternehmen Klangmanufaktur macht, erklärt er mit wenigen Worten: „Mercedes ist doch bekannt? AMG auch? Mercedes, AMG – Steinwayflügel, wir.“ Alles klar. Aber ist ein Flügel der Marke Steinway nicht von Haus aus ein High-End-Gerät? „Ja“, bestätigt Greinus. „Allerdings muss man bei der Fertigung auch hier Kompromisse eingehen, damit der Verkaufspreis nicht ins astronomische steigt. Steinway produziert einen sehr hohen Standard, aber eben Standard. Die Instrumente haben Reserven nach oben.“

Gelernt hat der gebürtige Hamburger den Beruf des Klavierbauers. Natürlich bei Steinway. Anschließend studierte er Holzwirtschaf, kehrte nach seinem Diplom in seinen Ausbildungsbetrieb zurück und übernahm die Leitung der Konstruktionsabteilung. Irgendwann hatten er und eine handvoll Kollegen aus dem Führungsstab von Steinway keine Lust mehr auf ein durchrationalisiertes Instrument. Wenn Greinus über Klang und Werkstoffe philosophiert, klebt man als Zuhörer förmlich an seinen Lippen – so spannend ist sein Diskurs darüber. Seine Begeisterung für das was er tut, ist einfach ansteckend.

Mit großem Vertrauen in die handwerklichen Fähigkeiten und in die Ideen wurde die Klangmanufaktur im Mai 2015 gegründet und im September 2016 offiziell eröffnet. Man baute Werkstaträume nach einem eigens angelegten „Layout“ – schließlich mussten sie gewährleisten, komplette Flügel durch die Gegend schieben zu können. Da bekommt der Begriff Flügeltür eine ganz neue Bedeutung.

Bemerkenswert ist, dass Oliver Greinus und seinen Mitstreitern nicht nur wichtig ist, das Potenzial eines Flügels zu entfalten, sondern auch Künstlern die Gelegenheit zu bieten, auf solch’ einem Instrument – das für die meisten Musiker unerschwinglich ist – zu spielen. „Individuell ausgearbeitete Steinway-Flügel bieten Musizierenden herausragende Möglichkeiten zu künstlerischer Entfaltung“, sagt Greinus. So wurde ein kombiniertes Wertanlage-Mietsystem ersonnen, das für Investoren und Musiker gleichsam attraktiv ist und seinesgleichen sucht. Das Prinzip: Ein Wertanleger kauft einen in der Klangmanufaktur generalüberholten Steinway-Flügel und stellt ihn der Werkstatt zur Weitervermietung an Künstler und Konzertstäten zur Verfügung. Die vier Prozent Miete reicht die Klangmanufaktur komplett an den Wertanleger durch. So entsteht ab 140 Euro Miete pro Monat hochklassige Musik dort, wo von Steinway-Flügeln bislang nur geträumt wurde. „Wichtig ist uns, Künstlern ihrem Potenzial angemessene Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, indem sie auf einem Steinway musizieren“, sagt Greinus. „Und das beflügelt letztlich alle Beteiligten, Pianisten wie Zuhörer.“

Stand: Jan. 2018

Klangmanufaktur im Web: www.klangmanufaktur.de

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