K-motion GmbH & Co. KG

14 kleine rote Punkte kleben auf der Deutschlandkarte im Foyer des Kinobetreibers K-motion GmbH & Co. KG in Wandsbek. In Orten wie Norderstedt, Winsen, Schleswig und Hoyerswerda befinden sich die Kinos des 2006 gegründeten Unternehmens. „Wir sind lieber der Monopolist in der Provinz als einer von zehn in der Metropole“, beschreibt Firmengründer Mathias Kemme seine Unternehmensphilosophie. In den vergangenen zwei Jahren wurden mit Unterstützung der BG sämtliche Standorte für rund fünf Millionen Euro mit Digitaltechnik ausgestattet.

„Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt“, ist Mathias Kemme optimistisch. Derzeit verfügt K-motion über 64 Leinwände und 11.600 Sitzplätze. Mittelfristig wolle man in 20 Städten vertreten sein. Geschäftsführungskollege Christof Gläser: „Wir suchen immer attraktive neue Standorte.“ 1,7 Millionen Besucher zählte K-motion 2011, 1,85 Millionen 2012. „Die Kino-Branche ist spannend“, sagt Mathias Kemme. „Wir lieben Kino, haben unser Hobby zum Beruf gemacht und sind überzeugt, dass man in diesem Wirtschaftssegment gutes Geld verdienen kann.“ Allerdings müssen die Parameter stimmen. Das beginne mit der „Ware“, also mit den Filmen aus Hollywood und Deutschland. Christof Gläser: „Wir sind davon abhängig, was produziert wird.“ Kassenschlager 2012 war der Film „Ziemlich beste Freunde“. Die Zukunft gehöre 3D-Produktionen: „Durch sie wird die Attraktivität der Kinos gesteigert.“ Das ist wichtig, denn mit den Eintrittskarten holen die Kino-Unternehmer die Besucher in ihre Häuser. Diese sollen gemütlich sein, zum Verbleiben einladen. „Denn den Großteil unseres Deckungsbeitrages machen wir mit Popcorn und Cola“, erläutert Mathias Kemme. Auch die „Vermarktung des Foyers“, wie der Firmenchef sagt, rechnet sich: Im zurückliegenden Jahr kamen zu Kindergeburtstagen in K-motion-Kinos mehr als 8.000 Jungen und Mädchen.

Die beiden Wahl-Hamburger verstehen sich als „konservative Kaufleute“. Sie achten auf die Kosten, insbesondere die Mieten, pflegen das Controlling und arbeiten mit einem modernen Kassen- und Informationssystem. „Wir wissen jeden Tag genau, wo wir betriebswirtschaftlich stehen“, das ist der Grundsatz der beiden Chefs für ihre Unternehmenssteuerung. Gerade in einem Business, das besonders von Emotionen lebt, müsse man „unternehmerisch vernünftig“ agieren. Verlässliche Partner wie die BG und die Hausbank gehören dazu: „Die haben unser Geschäft nicht nur verstanden, sondern durch die Finanzierung auch gezeigt, dass sie an uns glauben.“

www.cinemotion-kino.de

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