Hollywood Diner GmbH

Sein Markenzeichen ist der silberne Airstream, auf dem der Name seines Unternehmens steht: Hollywood Diner. Aufgeklappt finden sich in den fünf amerikanischen Großraumwohnwagen, die Peter Hennig im Einsatz hat, perfekt ausgestattete mobile Küchen. In nur sechs Jahren hat der agile Gründer aus einem Start-up einen erfolgreichen Filmcatering- Betrieb auf Rädern entwickelt. Die BG hat ihm dabei geholfen.

Nach zehn Jahren in Spanien startete der gelernte Marketingfachmann 2010 in der Peutestraße seine Geschäftsidee. Über die Hausbank bekam der Entrepreneur ein KfW-Darlehen. Der erste Koch des Gründers war – seine Ehefrau Magò: „Sie kocht fantastisch“, lobt er. So gut jedenfalls, dass sich in der Film-Szene Europas die Qualität des Essens aus dem fahrenden Restaurant aus Hamburg sehr schnell herumsprach.Als 2011 der Gründungssitz abgerissen werden sollte, zog das Ehepaar Hennig von der Elbe auf das 1.400 Quadratmeter große Gelände einer ehemaligen Yacht-Werft an die Bille. Man schloss einen Pachtvertrag über 50 Jahre ab. Hier, direkt am Wasser, in der alten, mittlerweile komplett umgebauten Werft befinden sich das Firmenbüro, die firmeneigene Werkstatt für den Ausbau und die Instandhaltung der Airstream- Küchen, ein Künstleratelier, Wohnbüros und ein 400 Quadratmeter großes Studio, das an Filmteams und für weitere Zwecke vermietet wird. „Und hier ist unsere Catering-Base mit Küchen, Stock, Fahrzeughalle und Kühlhäusern“, sagt Peter Hennig. Vom Hammer Deich aus leitet er seine mobilen Küchen, die Filmcrews am Set mit frischem Essen versorgen, und von hier aus organisiert sein 14-Mitarbeiter- Team auch private Events wie Geburtstagsfeiern, Gartenpartys, Picknicks oder Hochzeiten. 2015 bewilligte die BG eine Ausfallbürgschaft, um die Expansion des Betriebes zu ermöglichen.

Elf Köche arbeiten für Hollywood Diner. „Wir versorgen bis zu sieben Filmproduktionen pro Tag“, erläutert der Chef den Umfang seines Geschäfts. Er kennt „Tatort“-Regisseure so gut wie „Polizeiruf“-Schauspieler. „Die Kunden müssen sich um nichts kümmern“, betont Hennig. Töpfe und Pfannen, Geschirr und Besteck und selbst die Tische bringt das Team mit vor Ort. Ein Auftrag kann 20, 40 oder 60 Drehtage und mehr umfassen. Und pro Einsatz werden nicht selten 50, 60 oder 70 Schauspieler, Produzenten, Beleuchter und in manchen Fällen noch 500 Komparsen pro Tag mit Frühstück, Mittagessen, Zwischenmahlzeiten und Abendessen bekocht – auf Wunsch auch vegetarisch, vegan oder Laktose frei. „Und jeden Tag etwas Neues“, unterstreicht Hennig: „Die Ansprüche steigen.“ Man kreiere und probiere – „und immer sind unsere Gäste sehr zufrieden.“ So mancher Schauspieler und Regisseur habe sich schon mal ein Rezept geben lassen. Ein Trend? In jüngster Zeit greifen die Köche des Hollywood Diner-Teams vermehrt auf Produkte aus der Region zurück und werden damit den Zielen des grünen Drehpasses der Filmförderung gerecht.

2016 hat der Filmcaterer mehr als 800 Einsätze erfolgreich gestaltet, etwa 1,25 Millionen Euro Umsatz stehen in den Büchern. „Alle Prognosen, die vor sechs Jahren gemacht wurden, sind bei Weitem übertroffen worden“, sagt der Firmenchef. Auch für 2017 ist er optimistisch.

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