HafenCity RiverBus GmbH

Was lange währt… Vier Jahre Planung, Arbeit und Durchhaltevermögen waren nötig, bis Fred Franken und Jan Peter Mahlstedt Deutschlands erstes Amphibienfahrzeug auf die Straße bzw. das Wasser bringen konnten. Am Ende dieser Zeit halfen die Hausbank und die BG bei der Realisierung eines Traums.

Die Gründer der HafenCity RiverBus GmbH kennen sich privat seit den 1990er Jahren. Zwar waren beide in der Schifffahrt verwurzelt, der Gedanke an eine Zusammenarbeit kam aber erst viele Jahre später auf. Schicksal oder Zufall: Beide überlegten unabhängig voneinander im Jahr 2012, sich beruflich neu zu orientieren. „Bei einem Treffen zog ich das Handyvideo eines Amphibienfahrzeuges aus der Tasche. Das hatte ich vor Jahren in Singapur zum ersten Mal gesehen und es hat mich seitdem nicht mehr losgelassen“, erzählt Herr Franken. Kapitän Jan Peter Mahlstedt war begeistert und die beiden begannen mit ihren Recherchen. Nach ersten – eher enttäuschenden – Erkundungen gelang es ihnen, in Ungarn Kontakt zu dem dortigen Pionier (RiverRide) aufzunehmen, der bereits seit Jahren erfolgreich ein Amphibienfahrzeug in Budapest betreibt. Zusammen mit ihm starteten sie den mehr als zwei Jahre andauernden Bau, den sie aus eigener finanzieller Kraft stemmten.Im Anschluss daran galt es, die finalen behördlichen Genehmigungen einzuholen, die sich aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Riverbus um ein bis heute in Deutschland einzigartiges Fahrzeug handelt, als extrem zeitaufwändig erwiesen. Große Unterstützung erfuhren die Gründer in der Zeit durch die hiesige Handelskammer. Herr Franken meint: „Das war eine harte Zeit. Wir haben uns mit Jobs als Schlepper- und Taxifahrer über Wasser gehalten.“ Parallel zu den Zulassungen kümmerten sich die beiden um eine Finanzierung, die die Zeit bis zum Start überbrücken sollte. Am Ende ließen sich die Hausbank und die BG für dieses spannende Projekt gewinnen. So konnte der RiverBus im April 2016 an den lang ersehnten Start gehen.

Heute werden vier bis sechs Touren täglich gefahren, je nach Wetter und Tide. Boarding ist im Heimathafen in der Speicherstadt. Hafencity, Halbinsel Entenwerder, die Billwerder Bucht sowie der Holzhafen werden durchschwommen. Bei der Rampe in Entenwerder wird aus dem Amphibienfahrzeug wieder ein Bus, der entlang des Großmarktes und dem Oberhafen zurück in die Speicherstadt zum Ausgangspunkt am Brooktorkai führt. Die Route führt ca. 40 Minuten über Land und 30 Minuten über Wasser durch Gegenden, die selbst so manchem Hamburger unbekannt sind und daher sowohl Touristen als auch Einheimische anlockt. Eine frühzeitige Buchung über www.hafencityriverbus. de empfiehlt sich; die Touren sind begehrt.

Den Gründern ist anzumerken, dass sie mit Herz und Seele dabei sind. Ihr Dank gilt jenen, die bei der Realisierung geholfen haben, aber vor allem den Gästen, die sich auf die neue Art der Fortbewegung einlassen. Die größte Belohnung sei es, wenn die Touren zu Ende sind und die Passagiere, so Franken: „mit einem Grinsen im Gesicht“ den Bus verlassen. Was lange währt… ist richtig gut geworden!

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