Achterbahn-Restaurant SCHWERELOS

Der Stadtteil Harburg beherbergt ein Event-Restaurant, das Besuchern beim Betreten oft einen offen Mund beschert. In der 5 Meter hohen Halle fährt das Essen auf einem imposanten Achterbahnsystem zu seinen hungrigen Gästen direkt an den Tisch. Der Gastronom Christian Steinbach, der zudem auch gelernter Koch, Restaurantfachmann, Hotelfachwirt und Barkeeper ist, brachte diese Idee mithilfe einer BG-unterstützten Finanzierung im wahrsten Sinne des Wortes ins Rollen.

Im Zuge seiner beruflichen Laufbahn traf er die Entscheidung, sich jener Art von Essen zu widmen, die allen Spaß macht: einer „liebevollen und ehrlichen Gastronomie“, so Steinbach. Ein Achterbahn-Restaurant in Nürnberg weckte seine Neugier. Als der nächste Familienurlaub in dessen Nähe führte, stand folgerichtig ein Besuch an. „Tja und dann saßen wir dort am Tisch und mein Sohn fragte: ,Papa, warum hast Du nicht so ein Restaurant?‘ Damit waren die Würfel gefallen.“

Nachdem eine Halle mit nötiger Größe und Deckenhöhe gefunden war, konnte 2010 zusammen mit der Hausbank und der BG die Finanzierung umgesetzt werden. Die Unterstützung der BG war unentbehrlich, da die Investitionen erheblich höher waren als bei anderen Restaurants. Die Rechte an der Achterbahnkonstruktion mussten per Lizenz erworben werden. Die imposanten Schienensysteme mit ihren 17 Aufzugsystemen führen über meterlange Lieferstrecken zu den runden Tischen. An ihnen können bis zu 200 Gäste Platz finden und per Touchscreen ihr Essen zusammenstellen.

Mit 1.400 Quadratmetern ist die Halle zudem so groß, dass in einem eigenständigen Nebentrakt eine sehr stilvolle Location für Events für bis zu 220 Personen vermietet wird. „Die Unterstützung durch meine 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor und hinter den Kulissen ist einfach toll“, so der Geschäftsführer. Die letzten drei Jahre wurden vor allem für die Systematisierung der Abläufe genutzt. „Am Eröffnungswochenende haben wir gemerkt, dass wir bei voller Auslastung nicht mit der Logistik nachkamen. Wir bereiten hier ja alles frisch zu. Somit begannen wir, das Restaurant wie eine Systemgastronomie zu entwickeln – jeder einzelne Arbeitsschritt, jedes Rezept ist exakt dokumentiert. Sonst ist der Betrieb nicht zu händeln. Nun sind die Abläufe perfekt ausgeklügelt“, erzählt Steinbach. Der hohe Grad an Systematisierung ermöglichte 2013 die Eröffnung eines weiteren Achterbahn-Restaurants in Dresden.

Gibt es bei zwei so erfolgreichen Betrieben noch Zukunftswünsche? „Oh ja, ein Standort in der Nähe der Hamburger Innenstadt wäre ein Traum. Landungsbrücken, Hafencity oder unweit des Hauptbahnhofs, als Touristenanziehungspunkt. Wenn jemand eine Halle mit entsprechender Deckenhöhe anzubieten hat, kann er sich sehr gern bei mir melden.“

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