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Veddeler Fischgaststätte

Im Gastraum stehen sieben schmucklose Tische und ein Stammtisch, es gibt etwa 45 Sitzplätze, an einer der Wände hängt ein Rettungsring, an einer anderen prangt eine Uhr in Form eines Schiffssteuerrads, Tapeten und Lampen stammen aus den 60er Jahren. Die Veddeler Fischgaststätte in der Tunnelstraße ist von Mon tag bis Freitag zwischen 11 und 18 Uhr geöffnet – und fast immer bis auf den letzten Platz gefüllt. Das ungewöhnliche Restaurant von Wolfgang und Marion Göttsche ist eine Hamburger Attraktion.

 

Veddeler Fischgasstätte, Geschäftsführer Wolfgang Göttsche mit seiner Frau Marion
Gegründet wurde die Fischbratküche an den Elbbrücken 1932. Als im Sommer 2006 das Ehepaar Göttsche das Haus von dem damals 76-jährigen Vorbesitzer übernehmen wollte, sprang ihnen die BG zur Seite. „Die haben erkannt, dass unser Restaurant etwas Besonderes ist“, lächelt der Gastronom. So konnte die Finanzierung realisiert werden. Göttsche: „Die BG- und Bank-Manager gehören seit Jahren zu unseren besten Gästen.“ Nicht nur sie. Viele Geschäftsleute und so mancher Politiker aus dem Hamburger Senat, sogar Dänen und Engländer kommen regelmäßig in das etwas windschiefe Haus am Brummi-Parkplatz am Autobahnende, in dem es laut „BILD“ – und vieler Stammkunden – den „besten Fisch der Stadt“ gibt. Zeitungen, Radio- und Fernsehsender berichten immer wieder über die außergewöhnliche Fischgaststätte.

Das Erfolgsrezept des Hauses: Die über 75 Jahre alten Rezepte, nach denen in der letzten Hamburger Fischbratküche Seelachs, Frikadellen und Kartoffelsalat zubereitet werden. Eine maritime Gaumenfreude ist besonders berühmt: gebackener Seelachs. Sechs große Schalen mit jeweils 65 bis 70 Portionen verarbeiten die Göttsches und ihre 5 Mitarbeiter täglich. „Mehr können wir nicht produzieren“, lächelt der Gastronom, dessen Arbeitstag morgens um 6 Uhr auf dem Fischgroßmarkt beginnt. „Wir müssen viel vorbereiten, denn ab spätestens 11 Uhr brummt es in unserem Laden.“ 300 Gäste zählt er im Schnitt jeden Tag.

Die Zukunft der Veddeler Fischgaststätte scheint gesichert: In vier, fünf Jahren will Wolfgang Göttsche den Betrieb dem Sohn seiner Frau übergeben. Seine Forderung an den Nachfolger: „Er muss das Geschäft in der bisherigen Form weiterführen und darf es nicht verkaufen.“ Das würde die Gäste freuen. Diese werden übrigens an der Restauranttür mit einem Schild verabschiedet, auf dem steht: Kiek mal wedder in!

www.veddeler-fischgaststaette.de
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