Hein & Oetting Feinwerktechnik GmbH
Als Lars Reeder vor drei Jahren ein Unternehmen suchte, um es als Nachfolger weiterzuentwickeln, schaute er sich nach „einem Betrieb mit Potenzial“ um. Der Wirtschaftsingenieur fand die Produktionsfirma HEIN & OETTING Feinwerktechnik. Nach seinem Einstieg verschrieb Reeder dem Unternehmen im Rahlstedter Merkurpark eine extreme Orientierung an den Kundenwünschen. Mit Erfolg.
Geschäftsführer: Lars Reeder
„Ich habe einen Schatz gefunden, den wir heben und mehren können.“ Für Lars Reeder (47), der durch die HASPA auf HEIN & OETTING aufmerksam gemacht worden war, ist die Geschäftsführung ein Glücksfall: „Ich kann in dieser Position viel bewegen.“ Auch die rund 40 Mitarbeiter, die bei der Nachfolgeregelung 2005 schon an Bord waren, profitieren vom neuen Chef: Reeder hat ihre Arbeitsplätze gesichert, 30 neue geschaffen, dabei sieben Auszubildende eingestellt und den Jahresumsatz um 50 Prozent gesteigert. Und der neue Mann an der Spitze hat den traditionsreichen Industriebetrieb, der hochpräzise, feinmechanische Baugruppen und Einzelteile sowie Mess- und Prüfeinrichtungen herstellt, näher an seine Kunden herangeführt: Nicht selten betreibt HEIN & OETTING sein Teilelager direkt vor Ort bei seinen Kunden, auch werden Planungs- und Steuerungsarbeiten direkt im IT-System des Kunden durchgeführt. „Die Geschäftsprozesse sind zunehmend eng verzahnt“, erläutert Reeder. „Wir sind häufig wichtigster Partner und in Augenhöhe mit unseren Kunden.“ Zu denen zählen beispielsweise Sperry Marine (Schiffsnavigationssysteme), Schäfter + Kirchhoff (Lasertechnik) und Weimann (Medizintechnik).
Neben „stabilen Kundenbeziehungen“ sind für Reeder seine Mitarbeiter „der Schlüssel zum Erfolg“. Vor allem die Aus- und Weiterbildung im eigenen Haus bewährt sich hervorragend. „Wir leben Zuverlässigkeit, Termin treue und das Firmenmotto: Präzision aus Leidenschaft.“
Für die Finanzierung der Firmenübernahme gab die BG dem neuen Inhaber,
der vorher bei Großunternehmen wie Körber, Heidelberger Druckmaschinen
und General Electrics tätig war, aber „immer in den Mittelstand
wollte“, wie er sagt, eine Ausfallbürgschaft. Einen weiteren Baustein bei der
Ablösung der beiden Altgesellschafter stellte eine Beteiligung der HASPA
BGM dar. Druck hat Reeder dadurch nicht: „Sparkasse, BG und HASPA
BGM lassen mich Unternehmer im eigenen Unternehmen bleiben.“