Rudolf von Beckerath Orgelbau GmbH
Ihr außergewöhnlicher Klang erfüllt Kirchen, Konzertsäle und Musikschulen in aller Welt. Die Orgeln aus den Werkstätten der Jenfelder Firma RUDOLF VON BECKERATH ORGELBAU sind wahre Kunstwerke. So gut wie seine Orgeln klingen ist der Ruf des 1949 gegründeten Traditionsbetriebes. Holger Redlich, der 1995 im Rahmen einer Nachfolgeregelung geschäftsführender Gesellschafter wurde, sieht für sein Unternehmen eine glänzende Zukunft.
In den USA und Japan, in Südkorea und Kanada, Brasilien und Indien
lauschen Menschen den Orgeln „Made in Hamburg“. Die sind so begehrt,
„weil wir das gesamte Pfeifenwerk bei uns im Haus herstellen“, wie Redlich
betont. Alles aus einer Hand – von der Pfeifen- und Zungenkonstruktion
bis zum Windladen- und Gehäusebau. Die meisten der 21 Mitarbeiter
der Firma sind Orgelbauer. „Da stellt auch die Herstellung von 32-Fuß-
Registern mit Pfeifen aus Zinn- und Bleiblechen für uns kein Problem
dar.“ Das unterscheidet BECKERATH von den meisten der rund 300
deutschen Orgelbaubetriebe – 280 davon kleine Zwei-, Drei-Mann-Firmen
vor allem in Süddeutschland. Mit der hohen Qualität lasse sich auch das
relativ teure Produzieren am Standort Hamburg kompensieren. Etwa
25 Prozent des Jahresumsatzes von rund € 1,2 Mio. macht das „Nordlicht
des deutschen Orgelbaus“ mit Wartungs- und Restaurierungsarbeiten. So
werden gerade die Hamburger Orgeln vom St. Mariendom und der
Christus kirche Eimsbüttel von den Fachleuten in Jenfeld „runderneuert“.
Geschäftsführer: Holger Andreas Redlich
Die BG half dem Kaufmann Holger Redlich und seinen zwei Mitgesellschaftern,
einem Orgelbauer und einem Orgelliebhaber, mit einer Bürgschaft
erstmals 1996 bei der Finanzierung des Kaufs der Firmengebäude.
In den Jahren 2003 und 2004 gab die BG Kreditgarantien für die Finanzierung
von Betriebsmitteln. Weil der Bau einer Orgel bis zu zwei Jahre
dauert und die Bezahlung in Tranchen geschieht, muss BECKERATH
hohe Summen vorfinanzieren und Sicherheiten stellen. „Dabei hat uns
die BG immer unterstützt – auch in schwierigen Zeiten“, sagt Redlich.
Der 48-jährige Geschäftsführer betont, dass Orgelbau „kein aussterbendes
sakrales Handwerk“ sei, sondern Herausforderung, Spaß und Vision.
Er ist überzeugt, dass seine Firma vor allem aufgrund des florierenden
Auslandsgeschäfts 2008 und 2009 um jeweils rund zehn Prozent wachsen
wird.