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Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg
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Zahlen und Fakten

Wirtschaftliche Entwicklung 2010

Für die BG war 2010 ein spannendes und erfolgreiches Jahr: Die deutsche Wirtschaft hat sich besser als erwartet entwickelt. Das Wachstum betrug 3,6 Prozent, die Arbeitslosigkeit sank um etwa fünf Prozent. Hamburg ist besonders gut aus der Krise gekommen. Das lag insbesondere an der Hafenwirtschaft, durch die der weltweite Aufschwung „importiert“ wurde.

Die BG hat im Jahr 2010 über 600 Bürgschaften und Garantien mit einem Volumen von fast 85 Millionen Euro übernommen - ein Minus von rund zwei Prozent bei der Stückzahl und etwa fünf Prozent im Volumen. Insgesamt wurden jedoch 127 Millionen Euro Kredite und Beteiligungen abgesichert - und somit überhaupt erst möglich. Den größten Teil der Bewilligen (27 %) entfiel auf Handelsunternehmen, die Bürgschaften in einer Gesamthöhe von 23 Millionen Euro erhielten. Das Handwerk kam 2010 wie im Vorjahr auf eine Bewilligungssumme von gut 12 Millionen Euro. Das Hotel- und Gaststättengewerbe erhielt Bürgschaften in einer Gesamthöhe von rd. 8,5 Millionen Euro. Diese Bürgschaften an Hotel- und Gastronomiebetriebe beinhalteten das größte Wachstumm im Vorjahresvergleich: +14 %.

Gestiegen ist 2010 die Zahl der Bürgschaften für Existenzgründungen: Nach 178 im Jahr 2009 waren es im vergangenen Jahr 180. Der Anteil der Existenzgründer am Gesamtgeschäft der BG: etwa 30 Prozent. Das Gesamtvolumen: 23 Millionen Euro. Der Trend zu Kleinstgründungen ohne hohen Finanzbedarf hielt 2010 an.

Die BG hat mit ihren Bürgschaften dazu beigetragen, dass der Mittelstand von den Banken Kapital für notwendige Wachstumsinvestitionen erhält. Das wird auch 2011 ein wichtiger Baustein der BG-Arbeit sein. Denn die Zeiten bleiben trotz wirtschaftlicher Erholung für viele, vor allem kleinere Betriebe, schwierig. Die Nachfrage nach Betriebsmitteln wird hoch bleiben. Deswegen erwartet die BG 2011 ähnlich viele Bürgschaftsanträge und -bewilligungen wie 2010.

Nach Beobachtungen der BG haben Unternehmen aus der Kreativwirtschaft, zu der rund 13.800 Unternehmen in der Stadt gezählt werden, es weiterhin schwer, bei den Banken Kredite zu bekommen. Etwa 4.400 dieser Betriebe sind im Handelsregister eingetragen. Der größte Anteil entfällt auf Werbeunternehmen. Die Firmen der Kreativwirtschaft, Filmemacher und Architekten, Designer und Fotografen, haben es noch immer nicht leicht, Kredite zu bekommen. Die BG-Beobachtungen bestätigten auch Umfragen der Handelskammer Hamburg im letzten Kreditbarometer (vgl. Hamburger Kreditbarometer IV. Quartal 2010). Dort wurden Unternehmer verschiedener Branchen befragt, wie sie die Möglichkeit einschätzen, an Fremdkapital zu kommen. Der Saldo aus sehr schlechten Einschätzungen und guten Prognosen ist ausschließlich in dieser Branche deutlich negativ. Die BG aber hat mit diesem Wirtschaftssegment gute Erfahrungen gemacht und 2010 auch fast 70 Bürgschaften mit einem Gesamtkreditvolumen von gut 12 Millionen Euro bewilligt. Das ist immerhin in etwa so viel, wie für das gesamte Hamburger Handwerk.  

Weitere Informationen finden Sie in unseren Geschäftsberichten, die wir Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung gestellt haben. Downloadbereich

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