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Miniatur Wunderland Hamburg GmbH

Wenn wieder einmal das Schloss auf dem Hügel am Rand der Stadt in Flammen steht, rasen Polizei- und Feuerwehrfahrzeuge aus allen Richtungen zum Unglücksort. Innerhalb kürzester Zeit sind sie vor den Eingangstüren, Minuten später ist das Feuer gelöscht. Das ist Routine. Denn alle 15 Minuten bricht das Feuer aus. Zerstört wird trotzdem niemals etwas. Alles ist nur gespielt - im Miniatur Wunderland Hamburg. Mit ihrer Modellbau-Anlage feiern Jungunternehmer Frederik Braun und seine drei Geschäftsführungs-Kollegen einen Geschäftserfolg, den ihnen kaum jemand zugetraut hatte.

Miniatur-Wunderland: Geschäftsführer Frederik Braun
Geschäftsführer Frederik Braun

"Unsere Anlage ist ein Geschenk an Hamburg"

Die Geschäftsidee, eine Modell-Eisenbahnanlage zu bauen und von jedem, der sie sehen möchte, Eintritt zu verlangen, kam Frederik Braun in Zürich. Gedacht, getan. Zurück in Hamburg, analysierte er den Markt. Es schien eine Nachfrage zu geben.

Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Gerrit, seinem Vater und seinem Freund Stephan Hertz fand Braun eine geeignete Fläche in der Speicherstadt. Als Kapitalgeber überzeugten sie die Haspa. Mit 25 Helfern verbaute das Unternehmer-Quartett das Geld zur größten computergesteuerten digitalen Modell-Eisenbahnanlage der Welt. Auf 500 Quadratmetern entstanden Gebirgslandschaften und Seen, Straßen, Bäume und Häuser - eine ganze Welt "en miniature". Nach mehr als 40.000 Arbeitsstunden rollte am 16. August 2001 der erste Zug. Im ersten Geschäftsjahr kamen 300.000 Besucher, sorgten für einen Umsatz von über zwei Millionen Euro.

Doch das war erst der Anfang. Mit Unterstützung der BG entstand im Sommer 2002 ein Bistro, im November wurde der zweite Bauabschnitt beendet, im zweiten Halbjahr 2003 soll der dritte abgeschlossen sein. Dann werden bis zu 500 Züge auf mehr als 600 Quadratmetern Fläche fahren, rund acht Kilometer Gleise und 600 Kilometer Kabel verlegt, 1.000 Quadratmeter Spanplatten verbaut, 3.000 Plastikautos und 50.000 winzige Figuren aufgestellt sein. "Ich bin heute der glücklichste Unternehmer Hamburgs", sagt Frederik Braun. Inzwischen ist die Modellbahn-Ausstellung eine Touristen-Attraktion. Subventionen will der 35-Jährige trotzdem nicht haben: "Unsere Anlage ist ein Geschenk an Hamburg".



www.miniatur-wunderland.de

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