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Newsletter der BG im Januar 2003

08. Februar 2012

Newsletter der BG im Januar 2003

Lesen Sie hier den aktuellen BG-Newsletter, der rückblickend auf das Jahr 2002 Informationen über das vergangene BG-Geschäftsjahr und aktuelle Meldungen für 2003 liefert.

(1) BG-Geschäftsjahr 2002
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatten wir mit insgesamt 642 zu bearbeitenden Bürgschaftsanträgen rund 20% weniger als im Vorjahr. Die Anzahl der bewilligten Bürgschaftsanträge ist von 505 auf 378 und das verbürgte Kreditvolumen von 77,1 Mio.€ auf 57,8 Mio.€ gesunken. Dies entspricht einem Rückgang von jeweils 25% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und spiegelt die Entwicklungen in der deutschen Wirtschaft wider. Wie das Herbstgutachten von Creditreform belegt, hat nur noch rd. ein Viertel der im Rahmen der Untersuchung befragten mittelständischen Unternehmer vor, überhaupt Investitionen tätigen zu wollen. Damit haben sich die Perspektiven für das Jahr 2003 merklich eingetrübt.

Grafik zum Newsletter Januar 2003

In Bezug auf die Gewerbeanmeldungen ist Hamburg im Vergleich der Bundesländer zwar mit knapp 10.000 Gewerbeanmeldungen im 1. Halbjahr 2002 weiterhin Spitzenreiter, jedoch hat der Mittelstand mit den sich ständig verändernden Rahmenbedingungen und der anhaltend schlechten Konjunkturlage zu kämpfen. Experten rechnen allein für Hamburg mit rd. 3.000 Insolvenzen für 2002 bei nicht absehbarer Trendwende. Spiegelbild der Sorgen unserer mittelständischen Kunden sind auch unsere deutlich gestiegenen Ausfallzahlungen. Waren es im Durchschnitt der letzten 5 Jahre jew. 7,2 Mio.€ für je 69 Einzelfälle, so lösten wir 2002 Bürgschaften mit einem Volumen von 10,2 Mio.€ für 97 Unternehmen ein. Zu Jahresbeginn berücksichtigen wir diese Entwicklung mit einer ggenüber dem Vorjahr um rund 50% gestiegenen Risikovorsorge.

(2) Neue Bürgschaftsobergrenzen ab 1.1.2003

Nach eingehenden Verhandlungen des VdB - Verband der Bürgschaftsbanken - mit den Bundesministerien für Wirtschaft und der Finanzen haben diese einer Erhöhung der Bürgschaftsobergrenze von 750 T€ auf 1,0 Mio.€ zugestimmt. Die Umsetzung dieser Höchstgrenzen obliegt den einzelnen Bürgschaftsbanken. Die BG hat die Einführung dieser Obergrenzen ab 1.1.2003 mit ihren Rückbürgen bereits beschlossen.

(3) Neuorganisation der Bewilligungsausschüsse

Wie bereits im Sommer angekündigt, haben wir die Bewilligungsausschüsse neu organisiert. Ab 1.1.2003 werden die bisher 8 Ausschüsse, die nach Wirtschaftszweigen gegliedert waren, zu einem Bewilligungsausschuss zusammengelegt, der wöchentlich tagt und damit schnellere Entscheidungen ermöglicht. Die bewährte Fachkompetenz des Ausschusses bleibt erhalten.

(4) BG/BTG – zwei sich ergänzende Finanzierungspartner

Erstmals seit über 20 Jahren geht die Kreditvergabe der deutschen Banken an inländische Unternehmen und selbstständige Privatpersonen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt die Deutsche Bundesbank in einem Monatsbericht vom Oktober 2002. Dieser Rückgang schlägt natürlich auch auf das BG-Geschäft durch, wie der Geschäftsverlauf 2002 verdeutlicht. Dennoch sind wir weiterhin der festen Überzeugung, dass sowohl für die Kreditinstitute als auch für die mittelständischen Kreditnehmer eine Einbindung der BG sinnvoll ist. Für die finanzierenden Hausbanken ergeben sich Ertragsvorteile von bis zu 1,5 Prozent-Punkte. Und durch eine 80%-ige BG-Risikoübernahme sinkt die Eigenkapitalunterlegung für die Kredite von den zz. notwendigen 8% auf unter 3%. Dies sollte – auch im Hinblick auf Basel II – Anlass genug sein, die Einbindung der BG in die aktuellen Finanzierungsvorhaben zu prüfen. Zusätzlich bringt auch die Zusammenarbeit mit der BTG Beteiligungsgesellschaft Hamburg mbH Vorteile. Die Stärkung der Eigenkapitalbasis des Kreditnehmers durch eine stille Beteiligung der BTG verbessert dessen Bonität und Rating und senkt zugleich die Eigenkapitalbindung der finanzierenden Bank. Wir meinen, alles gute Gründe für eine weiterhin enge Zusammenarbeit!

(5) Unterstützung für das Handwerk

Die aktuelle Neufassung der VOB („Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen“) sieht verschiedene gravierende Veränderungen vor. Mit der Neufassung des Teils B der VOB erfolgte eine Anpassung an das „Gesetz zur Beschleunigung fälliger Zahlungen“ aus 2000 und das „Gesetz zur Modernisierung des Schuldrechts“ (2001). Die wichtigste neue Regelung betrifft die Verjährungsfristen für Mängelansprüche des Auftraggebers. Sie sind von zwei auf vier Jahre verlängert worden und liegen damit um ein Jahr unter der Frist des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Die Verlängerung dieser Fristen erhöht im Laufe der Zeit unmittelbar das erforderliche Avalvolumen des Handwerkers. Um zu vermeiden, dass dadurch die bestehenden Betriebsmittellinien blockiert werden, erarbeiten wir derzeit ein spezielles Bürgschaftsangebot.

(6) Neues Zuschussprogramm ab März 2003

Die bisherigen 5 Zuschussprogramme werden zum 1. März 2003 durch ein Programm für Mittelstand und Existenzgründung abgelöst. Mit dem Ziel, mehr Übersichtlichkeit und Transparenz sowie eine einheitliche Förderung des Mittelstandes zu schaffen, fördert das neue Programm im Wesentlichen die Existenzgründung und –sicherung sowie die Betriebserweiterung (mit Schaffung von Arbeitsplätzen) und notwendigen Betriebsverlagerungen bzw. Ansiedlungen. Investitionsvolumina von max. 1,2 Mio.€ werden mit Zuschüssen zwischen 500 € und max. 50 T€ gefördert. Die Zuschüsse können künftig vom Kunden direkt bei der BG beantragt werden. Entsprechende Formulare finden Sie auf unserer Homepage unter "Investitionszuschüsse" sowie bei den Banken und Kammern.

(7) Hamburger Existenzgründungskongress 2002

Am 16. November 2002 fand in der Handelskammer Hamburg der Hamburger Existenzgründungskongress 2002 statt. Rund 600 Existenzgründer haben sich in praxisorientierten Foren und Podiumsdiskussionen über Themen wie Business-Plan, Finanzierung, Liquiditätsplanung, Nachfolgeregelungen, Marketing und vieles mehr informiert. Gemeinsam mit der Handelskammer Hamburg, der Handwerkskammer Hamburg, der SIGNAL IDUNA Gruppe und der Vereins- und Westbank TEAM CONCEPT haben H.E.I. und BG dort Informationen zu allen Fragen rund um die Existenzgründung angeboten. Einzelheiten finden Sie im Internet unter www.gruenderhaus.de.

(8) Umfrage zu www.Gruenderhaus.de

Nachdem wir mit der gemeinsamen Initiative von BG, BTG und H.E.I. bereits Erfahrungen gemacht haben und sie von unserer Zielgruppe gut angenommen wurde, haben wir laufend das Angebot modifiziert; allerdings immer ohne Einbindung unserer Nutzer. Das sollte sich jetzt ändern. Im abgelaufenen Quartal – 3 Jahre nach dem Start dieser Homepage – haben wir die Besucher unserer Seite eingeladen, ihr Urteil zu dem Angebot abzugeben. An dieser Umfrage haben insgesamt 519 Besucher teilgenommen, von denen 43% den Fragebogen komplett ausgefüllt haben. Einzelheiten zu den Ergebnissen der Umfrage werden Mitte Februar auf www.Gruenderhaus.de veröffenlicht.

(9) Neues Mittelstandszentrum geplant

Wie der Presse zum Jahresende wiederholt zu entnehmen war, sieht eine Vereinbarung des Hamburger Senats mit der Handels- und der Handwerkskammer vor, die Zukunft des Hamburger Mittelstandes mit einem „3-Säulen-Modell“ zu sichern. Danach bilden BG/BTG und die Innovationsstiftung den Kern des Mittelstandsförderungsinstitut und dieses gemeinsam mit der HWF – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung GmbH – das neue Wirtschaftszentrum Hamburg. Die Planungen zu Inhalten und Standort laufen auf Hochtouren.

(10) Personalia

Als neue Mitarbeiterinnen sind Katja Pagel (Rechtsabteilung), Sindy Trinkaus (Avalbuchhaltung und Empfang) und Jeanette Feuerstein (Assistenz und Service/Kreditsekretariat) in der zweiten Jahreshälfte 2002 hinzugekommen. Sie ersetzen Mitarbeiterinnen, die uns verlassen haben. Ebenfalls neu an Bord ist Stephan Klatt als Assistent der Geschäftsleitung und - seit Jahresbeginn - Sarah Lorenz, die als Firmenkundenbetreuerin unsere nach MAK umzubauende Kreditabteilung unterstützt.

(11) BG-Aktuell per E-Mail

Wir möchten Ihnen unsere aktuellen Informationen zeitnah zur Verfügung stellen. Möchten Sie künftig unseren Newsletter per E-Mail erhalten, senden Sie bitte eine E-Mail an BG-Aktuell@BG-Hamburg.

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